Was sind Vitamine?
Vitamine sind Mikronährstoffe: Der Körper braucht sie nur in geringen Mengen und kann die meisten nicht selbst herstellen. Eine Ausnahme ist Vitamin D, das bei Sonnenlicht in der Haut gebildet wird.[1]
- Fettlösliche Vitamine: A, D, E und K. Der Körper kann sie speichern.
- Wasserlösliche Vitamine: die B-Vitamine und Vitamin C. Es werden nur kleine Mengen gespeichert.[1]
Was sind Mineralstoffe?
Mineralstoffe sind anorganische Nährstoffe, die der Körper ebenfalls braucht und nicht selbst bilden kann. Man unterscheidet Mengenelemente, die in größeren Mengen gebraucht werden, und Spurenelemente, von denen sehr kleine Mengen genügen. Zink zählt die DGE zu den lebensnotwendigen Spurenelementen, Magnesium zu den essenziellen Mineralstoffen.[2]
Referenzwerte und Nährstoffbezugswerte: der Unterschied
Auf Verpackungen und in Ratgebern begegnen dir zwei Arten von Werten:
- Referenzwerte der DGE: Sie benennen Mengen für die tägliche Zufuhr von Nährstoffen für gesunde Menschen.[2]
- Nährstoffbezugswerte (NRV): Das sind gesetzlich festgelegte Werte für die Nährwertkennzeichnung. Sie dienen als Bezugsgröße für Prozentangaben auf der Packung und sind keine Verzehrempfehlung.[3]
Beide Werte unterscheiden sich bewusst. Hier einige Beispiele für Erwachsene:
| Nährstoff | NRV (Kennzeichnung) | DGE-Wert für Erwachsene |
|---|---|---|
| Vitamin C | 80 mg | 95–110 mg |
| Vitamin D | 5 µg | 20 µg (Schätzwert, falls keine Eigenbildung stattfindet) |
| Vitamin B12 | 2,5 µg | 4,0 µg (Schätzwert) |
| Folat | 200 µg | 300 µg Folat-Äquivalente |
| Magnesium | 375 mg | 300–350 mg (Schätzwert) |
| Zink | 10 mg | 7–16 mg, je nach Geschlecht und Phytatzufuhr |
Welche Aussagen zu einzelnen Nährstoffen in der EU zugelassen sind, erklären wir auf den Seiten zu den Zutaten, zum Beispiel Magnesium, Vitamin D3 und Vitamin B12.
Wo Nährstoffe in Lebensmitteln vorkommen
- Vitamin C: Obst und Gemüse wie Paprika, Zitrusfrüchte, Tomaten und Spinat. Der Gehalt schwankt je nach Ernte, Lagerung und Zubereitung.[2]
- Vitamin D: in wenigen Lebensmitteln, vor allem fettreichem Fisch, Eiern und manchen Pilzen. Die Hauptquelle ist die körpereigene Bildung durch Sonnenlicht.[2]
- Vitamin B12: in relevanten Mengen nur in tierischen Lebensmitteln wie Fisch und Fleisch.[1][2]
- Folat: grünes Blattgemüse, Tomaten, Hülsenfrüchte, Nüsse, Orangen und Vollkorn.[1][2]
- Magnesium: Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, grünes Blattgemüse, Nüsse und Samen.[2]
- Zink: Fleisch, Eier, Milchprodukte, Hülsenfrüchte, Vollkorn und Nüsse.[2]
Häufige Fragen zu Vitaminen und Mineralstoffen
Was sind Vitamine?
Was ist der Unterschied zwischen fett- und wasserlöslichen Vitaminen?
Was ist der Unterschied zwischen Magnesium und Zink?
Was bedeutet NRV auf Verpackungen?
Wo stecken diese Nährstoffe drin?
Wissenschaftliche Quellen
- Bundeszentrum für Ernährung (BZfE): Vitamine. bzfe.de
- Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE): Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr (Vitamin C, D, B12, Folat, Magnesium, Zink) sowie DGE-FAQ Vitamine und Mineralstoffe. Referenzwerte · FAQ
- Verordnung (EU) Nr. 1169/2011 betreffend die Information der Verbraucher über Lebensmittel, Anhang XIII (Nährstoffbezugswerte). EUR-Lex
- DGE: DGE-Ernährungskreis. dge.de
Die Werte beziehen sich auf gesunde Erwachsene und können sich ändern; maßgeblich sind die jeweils aktuellen Angaben. Die Inhalte dienen der allgemeinen Information, wurden im Oktober 2026 gegen die genannten Quellen geprüft und ersetzen keine ärztliche Beratung.